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Das Geheimnis des roten Hauses von A. A. Milne


Originaltitel: The Red House Mystery
Das Geheimnis des roten Hauses
Autor: A. A. Milne
ISBN: 359618245X
Genre: Krimi / Thriller
Serie:
Ort: Großbritannien
Zeit: 20er Jahre
Sonstiges: k.a.
Note: Note: 2


"Das rote Haus hielt in der schläfrigen Hitze des Sommernachmittags Siesta. Das Summen der Bienen über den Blumenrabatten, das Gurren von Tauben in den Ulmen, aus der Ferne das Surren eines Rasenmähers..."

Mark Ablett, Gentleman und Snob, versammelt in seinem englischen Landhaus - genannt das Rote Haus – gerne seine Freunde und Bekannten um sich. Doch die Idylle wird jäh zerstört, als Marks Bruder, das schwarze Schaf der Familie, ermordet wird und Mark spurlos verschwindet. Zwei seiner Freunde, Antony Gillingham und Bill Beverley, wollen die Sache aufklären – auf ihre Weise.


Dieser Kriminalroman aus dem Jahr 1922 liest sich wie im Fluge, was im Wesentlichen auf drei Ursachen zurückzuführen ist: die geringe Seitenzahl von weniger als 200 Seiten, die leicht verständliche Sprache und schließlich der geradlinige Plot, der im Wesentlichen den "10 Goldenen Regeln für einen fairen Kriminalroman" von Ronald A. Knox entspricht. Diese besagen unter anderem, dass der Detektiv keinen Spuren folgen soll, die dem Leser unbekannt sind oder dass er den Fall nicht aufgrund von Zufällen oder Intuition aufklären soll. So weit so gut, doch Milne treibt in seinem ersten - und einzigen - Kriminalroman, den von ihm in diesem Genre hoch geschätzten Purismus quasi auf die Spitze, was in dieser Konsequenz ungewöhnlich ist, aber durchaus einen gewissen Unterhaltungswert besitzt. Sich auf das Wesentliche zu beschränken ist nachvollziehbar, doch ohne eine gewisse Zahl von potenziellen Verdächtigen, raffinierten Wendungen, bewusst gelegten falschen Spuren macht auch das noch so faire Miträtseln nur halb so viel Spaß, weil der Täter - genau wie hier - zumindest von dem einigermaßen versierten Krimi-Leser relativ früh erraten wird.
Abgesehen davon und einigen logischen Stolpersteinen, die sich bei näherer Betrachtung zeigen, muss man Milne jedoch seinen Humor zugute halten. Wie er beispielsweise seine beiden Amateur-Ermittler ganz ausdrücklich an Sherlock Holmes und Dr. Watson anlehnt und diese ihre beiden berühmten Vorbilder sogar bewusst nachspielen lässt, trägt zwar nicht zur Spannung bei, ist aber höchst amüsant. Ein humoristischer Krimi in Reinform - ideal für die leichte Krimilektüre zwischendurch.


Pu der Bär ...


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