"Am 2. März des Jahres 1897 machte der Kölner Fabrikant Josef Schlüchterer das, was man damals eine "gute Partie" nannte: Josef heiratete seine Braut Paula, eine junge Frau aus bester Familie. Paulas Vater, der Viehhändler Moritz Schloß, führte in Halle an der Saale ein erfolgreiches Unternehmen, er importierte und exportierte quer durch Europa - Moritz Schloß galt als wohlhabender, ja reicher Mann..."
Der bewegende Briefwechsel zwischen der jüdischen Ärztin Lilli Jahn und ihren Kindern beleuchtet das Schicksal einer deutsch-jüdischen Familie in der Zeit des Nationalsozialismus. Nachdem ihr Mann sich scheiden lässt, ist Lilli Jahn den zunehmenden Diskriminierungen schutzlos ausgeliefert und kommt in ein Arbeitserziehungslager, bevor sie 1944 nach Auschwitz deportiert wird. Die Briefe zwischen Mutter und Kindern dokumentieren den verzweifelten Kampf um den Zusammenhalt der Familie unter einem menschenverachtenden Regime. |