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Ein fliehendes Pferd von Martin Walser
| Kurzbeschreibung: |
"Plötzlich drängte Sabine aus dem Strom der Promenierenden hinaus und ging auf ein Tischchen zu, an dem noch niemand saß. Helmut hatte das Gefühl, die Stühle dieses Cafés seien für ihn zu klein, aber Sabine saß schon..."
In den Ferien am Bodensee begegnen sich zwei alte Freunde wieder: Helmut, ein schwermütiger Lehrer, und Klaus, ein rastloser Lebenskünstler. Mit ihren Ehefrauen verbringen sie ihre Urlaubstage gemeinsam, bis die beiden Männer eines Nachmittags bei einem Segeltörn in ein Unwetter geraten. Da nimmt das Geschehen eine ungeahnte Wendung. |
| Rezension: |
| Wenn das, wie vielerorts behauptet, Walsers bestes Buch ist, dann werden Herr Walser und ich zumindest literarisch keine Freunde, obwohl ich ihn in einem Interview sehr sympathisch fand. Mich hat die Novelle über den biederen Lehrer Helmut, der einen alten Schulfreund wiedertrifft, an den er sich nicht einmal ein bisschen erinnern kann, weder begeistert noch fasziniert. Zu spröde war mir der Erzählstil, zu belanglos erschienen mir die Probleme des Protagonisten, obwohl sie dies bei näherem Hinsehen gar nicht sind. Ich konnte mit den Figuren weder mitfühlen noch mitleiden, ich empfand sie auch nicht als unsympathisch (mit Ausnahme des nervtötenden Klaus), sie waren mir schlicht egal. Zugegeben, das waren keine guten Voraussetzungen, um Gefallen an der Novelle im Gesamten zu finden. So wundert es auch nicht, dass ich die letzte Seite gleichgültig zugeschlagen habe und nur ein einziges Gefühl zurückbleibt: Schade! |
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