"Julien Barneuve starb am Nachmittag des 18. August 1943 um fünfzehn Uhr achtundvierzig. Er brauchte genau dreiundzwanzig Minuten dafür, was der Zeit zwischen dem Ausbruch des Feuers und dem Atemzug entsprach, mit dem er der versengten Lunge zum letzten Mal trügerische Linderung verschaffen konnte..."
Die Lebensgeschichten dreier Männer, eng verknüpft durch die Auseinandersetzung mit dem philosophischen Traktat "Scipios Traum": Der eine verfasst ihn, der andere schreibt ihn Jahrhunderte später für seinen Herrn ab, um ihn zu ergründen, und der Dritte entdeckt ihn nach einer Ewigkeit wieder. Drei Männer, jeder schicksalhaft verbunden mit einer außergewöhnlichen Frau: Sophia, die kluge Tochter eines griechischen Philosophielehrers, Rebecca, Kind verfolgter Eltern und Magd des berühmten Rabbi Gersonides, sowie Juli Bronsen, Malerin und Jüdin, Freiwild im besetzten Frankreich. |