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Wellen von Eduard von Keyserling
| Kurzbeschreibung: |
"Die Generalin von Palikow und Fräulein Malwine Bork, ihre langjährige Gesellschafterin und Freundin, kamen in das Wohnzimmer. Sie wollten sich ein wenig erholen..."
Die Generalin von Palikow versammelt ihre Großfamilie zur Sommerfrische an der Ostsee. Irritierend und faszinierend zugleich gerät ein seltsames Paar in den Mittelpunkt: die wunderschöne Gräfin Doralice, die ihren alten Gemahl verlassen hat, und ihr neuer Lebenspartner, der Maler Hans Grill. In der Enge der Idylle zwischen Meer und Dünen entsteht bald ein schicksalhaftes Beziehungsgeflecht, voller Erotik und Dramatik. |
| Rezension: |
Die unterschiedlichsten Menschen tummeln sich im 19. Jahrhundert zur Sommerfrische an der Ostsee und jeder von ihnen hat, wie man so schön sagt, sein Päckchen zu tragen. Sie alle verbindet der Wunsch nach Erholung und die Faszination des Meeres, die sie auf unterschiedliche Weise ausleben.
Keyserling lockt den Leser mit seinen detailreichen und bildhaften Beschreibungen der Wellen, Dünen, Wolken und des Meeres und weckt die Sehnsucht nach dem Meer, die aus jeder Zeile spricht. Doch leider blieb mir die Hauptfigur der Gräfin Doralice seltsam fremd; obwohl sie (unfreiwillig) zum Dreh- und Angelpunkt der Ereignisse wird, die hier beschrieben werden, und ich durchaus Sympathien hege, konnte sie mich dennoch nicht berühren, was ich sehr schade finde, denn die Nebenrollen sind sehr lebhaft und glaubwürdig gezeichnet und vermitteln mehr Authentizität, obwohl dem Leser von ihnen nicht so viele Inneneinsichten gestattet sind. Dennoch ist die Sprache Keyserlings auf jeden Fall lesenswert und wer das Meer liebt, wird sich hierin wiederfinden. |
| Weitere Bücher von Eduard von Keyserling: |
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