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Wer die Wahrheit sucht von Elizabeth George


Originaltitel: A Place of Hiding
Wer die Wahrheit sucht
Autor: Elizabeth George
ISBN: 3442462983
Genre: Krimi / Thriller
Serie: Thomas Lynley & Barbara Havers
Ort: Großbritannien
Zeit: Gegenwart
Sonstiges: 12. Band der Thomas Lynley & Barbara Havers-Reihe
Note: Note: 2


"Die Santa-Ana-Winde sind der Feind jedes Fotografen. Aber wie sollte man das einem egozentrischen Architekten beibringen, der fest glaubte, sein ganzes Renommee hinge davon ab, dass genau heute fünftausend Quadratmeter Bauland in Hanglage für die Nachwelt - und den Architectural Digest - im Bild festgehalten wurden..."

Auf der britischen Kanalinsel Guernsey wird der Millionär und Mäzen Guy Brouard ermordet aufgefunden. Die junge Amerikanerin China gerät in Mordverdacht. Ihre Freundin Deborah stellt gemeinsam mit ihrem Mann, dem engsten Vertrauten von Chief Inspector Lynley, Nachforschungen an. Doch je tiefer sie in die verschworene Inselgemeinschaft eintauchen, desto mehr Personen entdecken sie, die auf irgendeine Weise in den Mord verstrickt sind ...


Damit hätte Deborah ganz sicher nicht gerechnet: Plötzlich steht der Bruder ihrer ehemals besten Freundin aus Amerika, zu der der Kontakt eingschlafen ist, vor der Tür und bittet sie um Mithilfe, weil eben diese Freundin, China River, soeben wegen Mordes an dem beliebtesten Mann der Kanalinsel Guernsey verhaftet worden war. Nicht zuletzt wegen ihres schlechten Gewissens China gegenüber, bei der sie sich immer seltener und zuletzt gar nicht mehr gemeldet hatte, obwohl sie ihr in ihrer schweren Zeit in Amerika zur Seite gestanden hatte, sagt Deborah sofort zu - ihr Mann Simon St. James notgedrungen auch, da er seine Frau nicht alleine nach Guernsey fahren lassen möchte.

Fans von Thomas Linley und Barbara Havers kommen in diesem Band der Reihe nicht auf ihre Kosten, denn hier handeln ausschließlich St. James und Deborah, was ich zwar schade, aber nicht wirklich störend finde. Ihre Eheprobleme spielen eine nicht unwesentliche Rolle, dominieren jedoch die Geschichte zum Glück nicht. Elizabeth Georges große Stärke liegt zum einen in der Aufschlüsselung eines interessanten Falls mit überraschendem Ende, zum anderen doch - und das macht für mich persönlich eher noch das größere Lesevergnügen aus - in der Ausbreitung eines komplexen Geflechts von persönlichen Beziehungen zwischen den beteiligten Personen. Die ausgefeilten Charaktere, die man nach dem Lesen meint so gut zu kennen wie eine Freundin, tragen die Handlung und machen den großen Reiz der George-Krimis aus. Der Leser begleitet verschiedene Personen, darf an ihren Emotionen, Gedanken und Handlungen teilhaben und findet so eine Komplexität an Verstrickungen und Mustern, an Geheimnissen, Affären, enttäuschten Hoffnungen, glühender Verehrung, etc. vor, wie sie sonst nur das echte Leben zu bieten hat. Elizabeth-George-Fans wie mich, die vor allem dies an ihren Büchern schätzen, wird auch dieser Band nicht enttäuschen, sondern viele spannende Lesestunden bereiten!


Asche zu Asche ... Mein ist die Rache ... Gott schütze dieses Haus ... Keiner werfe den ersten Stein ... Auf Ehre und Gewissen ... Denn bitter ist der Tod ... Denn keiner ist ohne Schuld ... Im Angesicht des Feindes ... Denn sie betrügt man nicht ... Undank ist der Väter Lohn ... Nie sollst du vergessen ... Wo kein Zeuge ist ... Am Ende war die Tat ...


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