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Der Katalane von Wolf Kunik
| Kurzbeschreibung: |
"Bewegungslos wie eine Marmorstatue verharrte der schwarze Hengst mit geblähten Nüstern und starrte ehrfürchtig den blauen Mond an. Ich spürte, wie mein Herz schneller schlug und versuchte, durch tiefes Einatmen die nötige Ruhe und Kühle für mein Vorhaben zu finden..."
Spanien im 15. Jahrhundert: Nach dem Tod seines Vaters flüchtet der Katalane Xavier de la Valle mit seiner Mutter und seiner Schwester vor seinem grausamen und tyrannischen Onkel in die Stadt seiner Träume, nach Granada. Doch im letzten maurischen Königreich auf spanischem Boden ist nichts mehr so wie in den verheißungsvollen Berichten seines Vaters – es herrscht erbitterter Krieg zwischen Christen und Moslems. Als sich sein Herz zwischen der Tochter des Emirs von Granada und der schönen Christin Maria entscheiden muss, gerät er in höchste Gefahr ... |
| Rezension: |
| Nachdem ich vor längerer Zeit "Tränen der Sahara" gelesen habe, bei dem es um die Nachfahren von Xavier de la Valle geht, war ich sehr gespannt auf seine eigene Geschichte, die hier in Der Katalane von ihm selbst erzählt wird. Mir hat sie noch besser gefallen als die Tränen der Sahara, denn ich war von der ersten Seite an gefesselt. Die Erlebnisse des 15jährigen Xavier, der nach dem Tod seines Vaters vom elterlichen Hof fliehen muss, um den Grausamkeiten seines Onkels zu entgehen, fordern geradezu zum Mitfiebern heraus, denn das erste Ziel ihrer Flucht, das maurische Granada, ist noch lange nicht das Ende der Reise für Xavier. Er muss zahlreiche Abenteuer überstehen, dem Tod ins Auge sehen, einen Neubeginn in einer fremden Stadt wagen und doch begegnet er immer wieder Menschen, die ihm wohlgesonnen sind und die ihm viel für sein eigenes Leben mitgeben und die durch die gelungene Beschreibung Kuniks ihr eigenes individuelles Profil erhalten. Neben den faszinierenden Einblicken in das Leben im mittelalterlichen Südeuropa, in dem die verschiedenen Religionen Christentum, Islam und Judentum um die Vorherrschaft kämpfen, gibt es zahlreiche philosphische Denkansätze, die der Leser verfolgen kann. Historisch einwandfreies Lesevergnügen mit einer spannenden und faszinierenden Geschichte aus einer interessanten Zeit, welches ich mit Sicherheit mit dem Nachfolgeband "Der Wüstensohn" bald fortsetzen werde! |
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