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Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla von Hakan Nesser
| Kurzbeschreibung: |
"Die Zeit ist ein Dieb. Sie stiehlt unser Leben..."
In einem kleinen verschlafenen Dorf in Schweden herrscht Idylle pur. Mauritz träumt von der großen weiten Welt und der hübschen Nachbarstochter Signhild. Heimlich beobachtet er sie und realisiert dabei zu spät, dass eine dunkle Gestalt um ihr Haus schleicht. Doch dann geschieht etwas, das die Gemeinschaft in ihren Grundfesten erschüttert: Der Uhrmacher Kekkonen, ein mürrischer, wortkarger Mann, wird im ehelichen Schlafzimmer brutal ermordet aufgefunden. Wer war der Täter? Etwa jemand aus dem Dorf? |
| Rezension: |
Es ist der Sommer 1967. Mauritz steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden und weiß noch nicht, dass er nach diesem Sommer die Kindheit für immer hinter sich gelassen hat. Nicht nur, weil er sich zu seiner Nachbarin Signhild mehr hingezogen fühlt, als noch vor Jahren, als die beiden zusammen gespielt haben, sondern auch, weil deren Vater, der grummelige Uhrmacher, brutal ermordet wird. Ein Skandal in dem idyllischen schwedischen Dorf, bei dem zwar vom Täter jede Spur fehlt, aber dafür emsige Ermittlungsarbeiten und schon bald böse Gerüchte die Runde machen.
Wie schon in "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" gelingt es Nesser auch hier wieder eine perfekte, dichte Atmosphäre zu schaffen, die irgendwo zwischen dem unbeschwerten Schweden Astrid Lindgrens und den düsteren Schweden-Krimis liegt und die dem Leser zum Greifen nahe ist. Obwohl der Mord an dem Uhrmacher Dreh- und Angelpunkt der Ereignisse ist, erfährt der Leser so viel mehr über Mauritz, seine Gedanken, Gefühle und sein Leben, dass die Tat selbst und ihre Folgen manchmal nur wie ein Aspekt von vielen erscheint. Ein spannender und ungewöhnlicher Krimi, der vor allem durch seine fesselnden Beschreibungen alltäglicher Situationen besticht und dessen Auflösung so verblüffend einfach und doch so tragisch ist. |
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