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Mit der Liebe einer Löwin von Christina Hachfeld-Tapukai


Originaltitel: Mit der Liebe einer Löwin
Mit der Liebe einer Löwin
Autor: Christina Hachfeld-Tapukai
ISBN: 3404615913
Genre: Biographie
Serie:
Ort: Kenia
Zeit: keine Angabe
Sonstiges: k.a.
Note: Note: 4


"Vor mir liegt wieder das Meer. Ich sitze auf der Strandmauer des Neptun-Beach-Hotels und denke an einige besondere Stationen meiner Reise ins Landesinnere mit Lekaitik..."

Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes reist eine junge Deutsche nach Afrika, um zu vergessen - nicht ahnend, dass dort das größte Abenteuer ihres Lebens auf sie wartet. Sie verliebt sich in einen schönen Krieger der Samburu und wird seine Frau. Fernab jeder Zivilisation, unter den schwierigsten und abenteuerlichsten Bedingungen, lebt sie im wilden Norden Kenias als Stammesmitglied.


Es bedarf weniger als eine halbe Stunde, bis Christina Hachfeld-Tapukai den Entschluss fasst, ihr bisheriges Leben in Deutschland aufzugeben und einen ihr bisher nahezu fremden kenianischen Samburu-Krieger zu heiraten, um mit ihm in Kenia zu leben. Um diese Entscheidung nachvollziehen zu können, bedarf es bei mir allerdings mehr als die 400 Seiten, in denen die Autorin ihr Leben mit und nach diesem folgenschweren Entschluss beschreibt. Mir ist es bis jetzt nicht ganz gelungen.
Dennoch war ich neugierig wie so etwas funktionieren kann und wie so eine enge Verbindung dieser beiden so unterschiedlichen Kulturen im kenianischen Alltag aussieht. Leider beschränkt sich die Liebe einer Löwin nahezu ausschließlich auf den afrikanischen Teil, Deutschland und die europäische Kultur spielen nur eine untergeordnete Rolle. Man erhält zwar einen interessanten Einblick in die reiche Kultur der Samburu und auch in die Probleme, mit denen sie zu kämpfen haben, doch in den ersten beiden Dritteln des Buches fehlte mir irgendwie ein Gefühl der Authentizität, und das obwohl es sich um eine wahre Geschichte handelt. Vielleicht hätte der doch recht einfache Stil in einer expliziten Tagebuchform besser seine Wirkung entfalten können. Im letzten Drittel des Buches wird die Autorin für mich greifbarer, menschlicher, Gefühle wie Schmerz, Ärger, Trauer erschienen mir intensiver und echter als die in meinen Augen überzogenen Liebesschwüre einem Fremden gegenüber.
Nichtsdestotrotz habe ich wieder große Lust bekommen, mehr Kenia- oder allgemein Afrika-Bücher zu lesen, denn der dunkle Kontinent übt auch auf mich eine große Faszination aus. Alles in allem ein interessantes Buch und meinen Respekt für eine Frau, die sich in aller Konsequenz auf das Abenteuer ihres Lebens einlässt und mit der ich mich gerne mal auf einen chai treffen würde.


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