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Das vergessene Pergament von Philipp Vandenberg
| Kurzbeschreibung: |
"Nacht, tiefe Nacht lag über dem Straßburger Münster. Wie der Bug eines gestrandeten Schiffes ragte das Langhaus turmlos in den Himmel..."
Als zu Beginn des 15. Jahrhunderts die großen Kathedralen, Dome und Münster Europas beginnen einzustürzen, gerät die Bevölkerung in Panik. In diesen Zeiten der Unruhe rettet die schöne Bibliothekarstochter Afra durch einen Zufall das Leben des eigenbrötlerischen Dombaumeisters Ulrich von Ensingen. Die beiden verlieben sich ineinander, doch dann stirbt die Frau des Dombaumeisters, und Afra wird der Hexerei angeklagt. In höchster Not erinnert sich Afra an eine geheime Schatulle, die der Vater ihr hinterlassen hat mit den rätselhaften Worten, der Inhalt könne ihr zwar Reichtum bringen, jedoch das ganze Abendland ins Verderben stürzen … Ein leeres Pergament lässt die beiden Liebenden zunächst ratlos zurück. Mit Hilfe eines Alchimisten wird ein lateinischer Text sichtbar gemacht, der sich auf das Constitutum Constantini bezieht. Was aber ist das Constitutum Constantini? Erst allmählich begreifen die Liebenden, welch ungeheuer brisantes Dokument sie in den Händen halten. Schon sind die Schergen des Papstes, die „Loge der Abtrünnigen“ unterwegs, um den Dombaumeister und seine Freundin für immer zum Schweigen zu bringen … (Quelle: amazon.de) |
| Rezension: |
| Philipp Vandenberg hat sich ein brisantes Dokument als Mittelpunkt und eine kirchenpolitisch hoch interessante Zeit ausgesucht, in der sein neuer Roman spielt. Zwischen den Machtansprüchen dreier Päpste, dem Wüten der Pest und zunehmender Kritik am weltlichen Leben der klerikalen Oberen versucht die junge Afra ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen. Durch den Besitz eines geheimnisvollen Pergaments ist sie jedoch viel tiefer in das politische Geschehen verstrickt als ihr lieb ist. Ein spannender historischer Schmöker, der von seinen lebensecht gezeichneten Figuren lebt, die sich in den Wirren ihrer Zeit durchzusetzen versuchen. Obwohl er die Handlung geschickt zu wenden weiß, verfällt Vandenberg meiner Meinung nach an manchen Stellen in unnötige Klischees und strapaziert den Zufall etwas über. Nichtsdestotrotz ein empfehlenswertes historisches Lesevergnügen! |
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