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Projekt Babylon von Andreas Wilhelm
| Kurzbeschreibung: |
"Der Schäfer erwachte plötzlich mit Herzrasen. Etwas hatte ihn aus dem Schlaf gerissen wie ein Paukenschlag, vielleicht ein Geräusch, vielleicht auch eine Vorahnung oder etwas, was er geträumt hatte..."
Eine mysteriöse Höhle in Südfrankreich, deren Wände über und über mit rätselhaften Schriftzeichen aus allen erdenklichen Kulturen übersät sind. Tief in ihrem Inneren ein eigenartiges Leuchten, das jeden, der sich ihm nähert, in Wahnsinn versetzt... Ein englischer Historiker, ein französischer Archäologe und eine junge deutsche Sprachwissenschaftlerin arbeiten im Auftrag der UN fieberhaft an der Erforschung der geheimnisvollen Kaverne. Und okkulte Geheimbünde haben die Spur ebenfalls aufgenommen. Die Lösung des Mysteriums rückt in greifbare Nähe. Doch das bedeutet höchste Gefahr für die Forscher... |
| Rezension: |
| Ein wahnsinnig gewordener Schäfer, ein kultivierter englischer Professor, ein abenteuerlustiger Franzose und eine besonnene Deutsche - was sie verbindet ist eines der größten Rätsel, das die Wissenschaftler je vor sich hatten. Seine Bedeutung kann kaum jemand von ihnen ermessen. Noch während sie grübeln und tollkühne Theorien erstellen, merken sie, dass sie nicht die einzigen sind, die Interesse an der geheimnisvollen Höhle haben. Ein Wettlauf gegen höchste politische Kreise, mysteriöse Bünde und geheimnisvolle Fremde beginnt, bei dem sie nie wissen, wer Freund oder Feind ist... Andreas Wilhelm hat mit seinem Debütroman einen spannenden Erstling mit überaus sympathischen Protagonisten vorgelegt, der geschickt die Spuren verschiedenster mysteriöser Geheimbünde, basierend auf den Glaubensströmungen verschiedener Epochen aufgreift und sie als mögliche Erklärung für SEIN Mysterium, die geheimnisvolle Höhle verwendet. An dieser Stelle ein kleiner Kritikpunkt von mir: Der nicht so bewanderte Leser kann hier leicht den Überblick verlieren und sich im Wust der Geheimgesellschaften und Mysterien verirren, was den Lesefluss etwas hemmen kann, etwas weniger wäre hier möglicherweise mehr geworden. Statt einer kurzen abrissartigen Erwähnung hätte ich mir mehr Hintergrundinfo (zur Not auch in einem Glossar, lieber aber im Rahmen der Geschichte) oder aber eine Konzentration auf 2-3 Theorien gewünscht. Nichtsdestotrotz ist Projekt Babylon ein spannender Thriller, der mich nicht nur inhaltlich (auch die Auflösung fand ich klasse!) und wegen seiner Protagonisten *g*, sondern auch wegen seiner detailverliebten Sprache überzeugt hat, die sicher nicht jedermanns Geschmack ist, mir aber sehr gut gefallen hat. Bei einem weiteren Abenteuer bin ich auf jeden Fall dabei! :-) |
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