| Der Aufstieg einer Dirne in Paris, die von der Straße kommt und sich bis in die höchsten Pariser Kreise hochschläft und dort durch ihre Anziehungskraft die Macht erlangt, Familien zu zerstören, Männer zu ruinieren und in den Suizid zu treiben. In ausschweifender Erzählweise beschreibt Zola mit eindringlichem Blick auf Details ein buntes, lebhaftes, leidenschaftliches und sinnliches, doch auch verdorbenes und faulendes Bild des Lebens in Paris zur Zeit des Zweiten Kaiserreiches, das den Leser teilhaben lässt an allen Sinneseindrücken und dem Lebensgefühl der damaligen Gesellschaft. Zola beherrscht den Witz und die Ironie für peinliche Situationen ebensogut wie das Grauen und Entsetzen im Erkennen gnadenloser Abhängigkeit, was den Roman so vielfältig und überzeugend macht. Ein absoluter Lesegenuss, der mich sowohl inhaltlich als auch sprachlich sehr beeindruckt und mich neugierig gemacht hat auf weitere Werke von Zola. |