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Mordskind von Susanne Mischke
| Kurzbeschreibung: |
"Noch immer keine heiße Spur - Seit nunmehr zwei Wochen wird der sechsjährige Benjamin Neugebauer vermisst. Trotz intensivster Suchaktionen, unter Einsatz von Hubschraubern und Hundestaffeln, konnte das Kind bis heute nicht gefunden werden..."
Der fünfjährige Max ist ein wahrer Satansbraten, destruktiv und böse. Als Max plötzlich spurlos verschwindet, gerät die spießige Kleinstadt in Aufruhr, weil dies der zweite Fall in kurzer Zeit ist. Allerdings trauert niemand um ihn, nicht einmal seine Mustermutter Doris. Die sucht sich das Prachtkind Simon als Ersatz. Und ihre Freundin Paula, Redakteurin und beruflich ständig im Stress, bemerkt viel zu spät das teuflische Intrigenspiel um sich und ihren Sohn Simon. |
| Rezension: |
| Die Welt ist einfach ungerecht: Bilderbuchmutti Doris hat ein unausstehliches Kind, Max, während die alleinerziehende berufstätige Paula mit ihrem charmanten Sohn Simon gesegnet ist. Als ein Kind verschwindet gerät die Vorstadtidylle der bayrischen Kleinstadt Maria Bronn in Aufruhr und jeder, der anders ist, wird verdächtigt. Über das anschließende Verschwinden von Max zeigen sich aber alle eher erleichtert, und Doris sucht sich ein neues Betätigungsfeld als Supermutter und findet es direkt nebenan bei Paula und Simon...
Ein alltägliches Setting mit realistischen Figuren, die es überall in Deutschland geben könnte. Soweit nicht unbedingt etwas Besonderes, doch Susanne Mischke bedient absichtlich und so gekonnt diverse Klischees und legt ihren Finger so tief und sarkastisch in die Wunden dieser Kleinstadtidylle mit ihren Vorzeigfamilien, dass es immer wieder ein besonderer Lesegenuss ist, ihre Krimis zu lesen. Mordskind ist sicher eines ihrer besten Bücher, denn obwohl die Richtung, die der Roman nimmt, relativ früh zu erahnen ist, überrascht sie immer wieder mit Wendungen, die man nie erwartet hätte und doch in sich schlüssig sind. Ein gelungener Krimi mit der richtigen Mischung aus Spannung und köstlichem schwarzen Humor! |
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