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Der Derwisch von Karl May


Originaltitel: Der Derwisch
Der Derwisch
Autor: Karl May
ISBN: 3800040611
Genre: Belletristik
Serie: Karl May
Ort: keine Angabe
Zeit: 19. Jahrhundert
Sonstiges: Band 61
Note: Note: 2


"Ein schöner warmer Sommertag lag auf den schlanken Minarehs von Konstantinopel. Tausende von Anhängern aller Bekenntnisse und Angehörigen aller Rassen erfreuten sich beim Gang über die beiden Brücken des zauberischen Anblicks, den die Stadt von außen bietet..."

Dieses erste Buch eines dreibändigen Romans behandelt die Schicksale einer deutschen Familie, deren Mitglieder durch die Ränke von Verbrechern in aller Welt zerstreut werden. Mit von der Partie ist wieder der spleenige Sir David Lindsay.


Der leicht schrullige Sir David Lindsay ist auf seiner Suche nach einem Abenteuer in Konstantinopel angekommen. Er weiß auch schon genau, welcher Art sein nächstes Abenteuer sein soll: Inspiriert durch Mozarts Oper möchte er unbedingt eine Haremsfrau entführen. Das gestaltet sich nicht ganz einfach, denn Lindsay ist keine sehr unauffällige Erscheinung. Doch bald schon kann er in Aktion treten, denn er trifft seinen verschollen geglaubten Neffen Hermann Adlerhorst wieder, der seit Jahren auf der Suche nach seiner Familie ist, die einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Er verspricht ihm seine Hilfe und bald schon finden sie gemeinsam Erstaunliches heraus. Wenn man die Zeit berücksichtigt, in der Karl May diese Geschichte geschrieben hat und daher über einige politisch nicht ganz korrekte Formulierungen hinwegsieht, kann man sich bei "Der Derwisch" herrlich amüsieren. Dazu tragen nicht nur die liebevoll gezeichneten, skurrilen Figuren bei, sondern auch die zügige Erzählweise, die trotz ihres Detailreichtums nie an Tempo verliert. An der ein oder anderen Stelle ist es mir ein bisschen zuviel des Zufalls gewesen, und auch den abrupten Sprung von Europa in den Wilden Westen zu dem anderen Neffen Lindsays ohne Vorankündigung fand ich sehr verwirrend. Gottseidank habe ich bereits den zweiten Band der Trilogie vorliegen, sonst hätte ich mich wirklich geärgert, weil ich wissen möchte, was das Schicksal mit der Familie Adlerhorst noch vorhat und dieser Band quasi mitten im Satz endet. Es wird übrigens an vielen Stellen auf vorherige Karl May-Bücher Bezug genommen (ohne dass jedoch der Sinn verloren geht, wenn man sie nicht kennt), so dass es evtl. doch empfehlenswert ist, die Bücher in der numerierten Reihenfolge zu lesen.


Winnetou I ... Winnetou II ... Durchs wilde Kurdistan ... Im Tal des Todes ... Der Ölprinz ... Der alte Dessauer ... Von Bagdad nach Stambul ... In den Schluchten des Balkan ... Zobeljäger und Kosak ... Durch das Land der Skipetaren ... Der Schut ... Sand des Verderbens ... Am Rio de la Plata ... In den Kordilleren ... Old Surehand I ... Old Surehand II ... Krüger Bei ... Auf fremden Pfaden ... Unter Geiern ... Halbblut ... Das Vermächtnis des Inka ... Die Sklavenkarawane ... Trapper Geierschnabel ... Der Silberbauer ... Durch die Wüste ... Der Löwe der Blutrache ... Bei den Trümmern von Babylon ... Benito Juarez ... Der sterbende Kaiser ... Die Felsenburg ... Am Jenseits ... Winnetou III ...


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