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Silberkiesel von Hansjörg Schneider
| Kurzbeschreibung: |
"Der Intercity Frankfurt - Basel rollte durch die oberrheinische Tiefebene, ein schöner, schlanker Zug. Es war Mitte Februar, der Schnee lag fingerhoch auf den kahlen Rebstöcken, die sich ostwärts den Hang hinaufzogen..."
Die Jagd nach Diamanten, Erlös der weltumspannenden Drogenmafia mit Schweizer Connection, treibt die Handlung dieses in Basel und seiner Umgebung spielenden Kriminalromans voran. Kayat, ein libanesischer Kurier, entledigt sich seiner Ware, bevor die Polizei zugreifen kann. Gefunden wird sie von dem türkischen Kanalarbeiter Erdogan Civil, der das ihm zugefallene Glück nicht mehr hergeben will und unverzüglich seine Rückreise in die Türkei zu Frau und Kind plant, während seine Schweizer Freundin Erika Waldiss, Kassiererin im Einkaufszentrum, mit beiden Füßen auf dem Boden stehend und rechtschaffen, eigenwillig und schlau, um ihr bescheidenes Liebesglück bangt. Kayat setzt unter dem Druck seiner Arbeitgeber alles daran, die Diamanten zurückzuerobern ... Kommisar Hunkeler, geschieden, ein Kind, hat den Fall zu lösen: ein bärbeißiger, aufbrausender Mann in der Lebensmitte, der seine jugendlichen Hoffnungen auf eine gerechter eingerichtete Welt in all den Jahren nach und nach den Rhein hat hinunterschwimmen sehen. Seine Liebe gilt den "Kleinen", sein Hass den "Großen" und ihrer selbstgerechten Verlogenheit. |
| Rezension: |
| Wie Silberkiesel sehen die verschwundenen Diamanten aus, auf deren Suche sowohl der Kurier als auch die Polizei ist und die dem türkischen Kanalarbeiter wie das Paradies erscheinen. Nicht in jedem Krimi muss zwangsläufig eine Leiche vorkommen, dem stimme ich zu, auch wenn ich schon das eine mit dem anderen verbinde. Das war jedoch nicht der Grund, warum mich dieser erste Band um Kommissar Hunkeler nicht überzeugen konnte, vielmehr wurde ich mit der Person Hunkeler selbst nicht warm. Innerlich zerrissen und tief in seinem Herzen ein Rebell, sich auflehnend gegen Autoritäten und reaktionäre Konservative, verhält er sich träge und wie gehemmt. Er wirkt auf mich eher behäbig, was überhaupt nicht zu seinem beschriebenen Innenleben passt. So ist "Silberkiesel" zwar für Basel-Kundige durch den Wiedererkennungswert der Örtlichkeiten interessant, aber als spannend empfand ich den Fall nicht, da sich viel zu früh und ohne Umwege die Lösung abzeichnete. Schade! |
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