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Der rote Sonntag von Carlo Lucarelli
| Kurzbeschreibung: |
"De Gasperi in einem Interview: "Unserer Sicherheit von heute ist unsere Hoffnung für Morgen. Enthüllung über den Zdanow-Plan, der die Kommunisten an die Macht bringen soll..."
Es ist der Frühling des Jahres 1948, und Commissario De Luca ist strafversetzt worden - nach Bologna. In der Via delle Oche, der berüchtigten Straße der Bordelle, soll sich der kleine Ermes Ricciotti erhängt haben. De Luca sieht das anders, anders auch als seine korrupten Vorgesetzten... |
| Rezension: |
| Die Handlung des dritten und bislang letzten De Luca-Krimis wird durch die anstehenden Parlamentswahlen in Italien 1948 bestimmt. Auch sämtliche Polizisten sind in Alarmbereitschaft bzw. im Sondereinsatz bei Angriffen und Konflikten der Anhänger rivalisierender Parteien, so dass die Aufklärung von anderen Straftaten in den Hintergrund rückt. Betont wird dieser Umstand noch dadurch, dass vor jedem längeren Absatz im Buch die Pressemitteilungen des Tages stehen, die zwar meist politischen Inhalt haben, aber z.B. auch das aktuelle Kinoprogramm. Der Leser befindet sich so zusammen mit dem strafversetzten De Luca in einer seltsamen Welt zwischen großen Veränderungen und den Routinen des Alltags, was mir - vermittelt durch die besondere Sprache Lucarellis - sehr gut gefallen hat. Leider ist der Fall selbst ein wenig zu sehr ins Abseits geraten, so dass er an manchen Stellen schon fast störend und De Luca selbst fehl am Platze wirkt. Vielleicht wollte Lucarelli jedoch genau das vermitteln: De Luca passt nicht in diese Welt. |
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