|
Am Freitag schlief der Rabbi lang von Harry Kemelman
| Kurzbeschreibung: |
"Sie saßen im Betsaal und warteten. Neun Männer, die auf den zehnten warteten, um den Morgengottesdienst beginnen zu können..."
Am Freitag wurde die Leiche entdeckt. Obduktionsbefund: Die Tote hatte ein Kind erwartet. Die Polizei schlief nicht und verhaftete den Mann, mit dem das Mädchen zuletzt gesehen wurde. Ausgerechnet der Rabbi der kleinen Stadt kann ihn entlasten - und wird nun selber dringend tatverdächtig. Und seinen Mitbürgern dauert die Aufklärung des Verbrechens zu lang. |
| Rezension: |
| Ein Rabbi in einer amerikanischen Kleinstadt als Protagonist - sehr ungewöhnlich, deshalb war ich so gespannt auf den ersten Teil der Reihe. Rabbi Small ist bei seiner eigenen Gemeinde nicht bei allen beliebt, vielen ist er zu vergeistigt, anderen mischt er sich zu sehr ein. Ich finde ihn ganz sympathisch, auch wenn ich denke, dass es gut ist, dass er eine so pragmatische Frau hat *g*. Seine Art, an Probleme heranzugehen (erstmal überlegen, was der Talmud dazu sagt) hat mir gut gefallen, ebenso dass man nicht nur einiges über das Judentum erfährt, sondern in Gesprächen auch aktive Auseinandersetzungen zwischen den Religionen stattfinden, ist ein zusätzliches Bonbon. Der Fall selbst, nunja, die Lösung kam mir etwas zu plötzlich, schade, dass man nicht alle "Ermittlungen" des Rabbis miterleben konnte, sondern nur die Ergebnisse vorgesetzt bekam. Ein Glossar mit den verwendeten hebräischen Begriffen wäre hilfreich gewesen, beeinflusst aber nicht den Lesespaß. Ich werde mir den zweiten Teil auf jeden Fall auch mal ansehen! |
|
|