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Legende vom Glück ohne Ende von Ulrich Plenzdorf


Originaltitel: Legende vom Glück ohne Ende
Legende vom Glück ohne Ende
Autor: Ulrich Plenzdorf
ISBN: 351837222X
Genre: Belletristik
Serie:
Ort: Deutschland
Zeit: keine Angabe
Sonstiges: k.a.
Note: Note: 2


"Hier haben sie gewohnt. Hier auf der Singerstraße..."

Paul und Paula kennen sich schon seit Kindertagen, doch irgendwann verlieren sie sich aus den Augen. Paul hat ein bildhübsches Mädchen geheiratet; Paula, mit zwei Kindern von zwei Männern, ist entschlossen, dem Werben eines ältlichen Herrn nachzugeben – da begegnen sich Paul und Paula wieder. Jetzt türmen sich die Komplikationen, bis schließlich alle Komplikationen, die eine ganz große Liebe mit sich bringt, der allerletzten Komplikation Platz machen müssen: Paulas Tod. Hier endet der erste Teil des Buches; und hier endet die Story Die Legende von Paul und Paula. Der zweite Teil des Buches ist die Fortsetzung der Legende mit Laura und Paul. Laura nimmt sich des von allem Glück verlassenen Paul und der Kinder an. Es geht aufwärts, bis Paul von einem Kollegen etwas erfährt, das zerstörerische Kraft hat.


Die Legende vom Glück ohne Ende ist eines dieser merkwürdigen Bücher, die mich beim Lesen gefangen nehmen, aber sobald ich sie einmal unterbrochen habe, mich kaum zum Weiterlesen reizen. Das Glück in dieser Legende ist unvorstellbar groß und unvorstellbar kurz und der Leser bekommt eine Ahnung davon, wie sich eine tiefe Liebe anfühlt. Als sich Paul und Paula nach Jahren wieder sehen, sind sie beide mit ihrem Leben unzufrieden und unglücklich und sehnen sich nach der großen Liebe. Paula erkennt zuerst, dass es nur einen Mann, nämlich Paul, für sie geben kann. Doch bis sie schließlich zusammenfinden, muss noch einiges geschehen. All die Geschichten um Paulundpaula (<-- wird auch im Buch so geschrieben, was ich als Demonstration der Zusammengehörigkeit der beiden sehr schön finde) und die von Paul und Laura werden von der namenlosen Nachbarin und Vertrauten der drei erzählt, die von sich selbst als „meine Person“ spricht. Sie trennt rückblickend all die Legenden von den tatsächlichen Ereignissen um Paulundpaula und Laura, in einer Art, in der sie es einer guten Freundin oder ihren erwachsenen Kindern erzählen würde, gespickt mit Zitaten und rückblickenden Kommentaren der Hauptfiguren, was mir sehr gut gefallen hat. Beispiel: Paulundpaula treffen sich zum ersten Mal zufällig (beim Tanzen) wieder, beide sind mit der Motivation da, sich aus Frust zu betrinken und jemanden abzuschleppen: „Die Frau griff sich Paul. „Sie hat mich regelrecht vom Barhocker gezerrt. Entweder sie wollte ihrem Mann etwas beweisen oder sie war tatsächlich scharf auf mich, oder beides“. – Paul. […] Paula ging es mit ihrem Schauspieler nicht viel anders gegangen. Auch er ließ sie machen, was sie wollte. Er ließ sie so verrückt tanzen, wie sie wollte, sorgte nur immer rechtzeitig für einen Schluck, und mit der Zeit fing Paula an, auf Tuchfühlung zu gehen. „Es sollte ja noch mehr passieren als das Gehampel, und die Zeit lief“. – Paula.“ Mir hat der Teil mit Paulundpaula besser gefallen als der mit Laura, denn sie ist mir immer etwas suspekt gewesen und ich hatte auch den Eindruck, als sei dieser Teil (der ja auch im Nachhinein geschrieben wurde) zwar schon irgendwie durchdacht, aber nicht mit ganzem Herzen geschrieben worden. Vielleicht lag es aber auch daran, dass nicht nur Pauls, sondern auch mein Herz weiter an Paula hing.


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