Hauptseite Suche Suche Kontakt Mein persönliches Bücherregal mit eigenen Rezensionen und Bewertungen

Nur ein Toter mehr von Ramiro Pinilla


Originaltitel: Sólo un muerto más
Nur ein Toter mehr
Autor: Ramiro Pinilla
ISBN: 3423249110
Genre: Krimi / Thriller
Serie:
Ort: Spanien
Zeit: 40er Jahre
Sonstiges: k.a.
Note: Note: 2


"Mit schweren Schritten schleppe ich mich den Strand runter zum Meer, in der Hand das Päckchen, das ich gerade von der Post in Algorta geholt habe. Darin mein neuester Roman, dem dasselbe Los beschieden ist wie meinen vorherigen: Der Verlag hat ihn abgelehnt. "

Getxo, 1945, Nachkriegszeit. Krimis sind Sancho Bordaberris große Leidenschaft. Chandler, Hammett & Co. betet der junge Buchhändler an. Und er eifert ihnen selbst auch nach – sechzehn Krimis hat er schon verfasst, aber keiner wurde von einem Verlag bisher für gut befunden; es fehle ihnen an Realismus.
Als Sancho deshalb eines Tages frustriert das letzte Manuskript dem Meer opfern will, fällt sein Blick auf eine Klippe. 10 Jahre zuvor fand man dort die zwielichtigen Altube-Brüder. An einen Metallring festgekettet, war einer bereits ertrunken, der andere konnte gerade noch gerettet werden. Ein »cold case«, der wegen des Bürgerkriegs ungelöst blieb: perfektes Buchmaterial für Sancho! Unterstützt von seiner gewitzten Angestellten Koldobike zieht der leidenschaftliche Büchernarr los, um in der Verkleidung des Privatdetektivs Samuel Esparta seinen nächsten Krimi selbst zu erleben. Francos Schergen gefällt dies allerdings überhaupt nicht


"Nur ein Toter mehr" ist ein außergewöhnlicher Kriminalroman aus der Feder eines der bekanntesten baskischen Autoren, Ramiro Pinilla (1923-2014). Pinilla versteht es, die beklemmende Atmosphäre der Nachkriegszeit im Baskenland, auf Papier und dem Leser nahe zu bringen und zum Setting einer ebenso originellen wie skurrilen Kriminalgeschichte zu machen. Genau das ist auch das Ziel seines Protagonisten, dem Buchhändler und passionierten Hobby-Krimi-Schriftsteller Sancho Bordaberri, der für seinen neusten Roman in die Rolle seines Alter Egos, des Privatdetektivs Samuel Esparta schlüpft. Tatsächlich sind Pinillas Figuren sehr skurril und verleihen der ohnehin schon düsteren Szenerie etwas Groteskes, das sich wie ein roter Faden bis zum Ende des Romans durchzieht. Der Fall, den Pinilla seinen Protagonisten aufrollen lässt, scheint auf den ersten Blick originell, büßt diese Originalität jedoch im Laufe der Seiten immer mehr ein, bis das - ab einem bestimmten Zeitpunkt vorhersehbare - Ende wenig überraschend daher kommt. Schade, denn so erscheint der Roman in zunehmend anderem Licht und immer mehr wie eine (nicht ganz überzeugende) Parodie, was der gelungenen Atmosphäre des Romans wiederum nicht gerecht wird.


Keine weiteren Bücher gefunden


bei Booklooker.de
bei buchticket.de
bei abebooks.de
bei ebay