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Licht im August von William Faulkner


Originaltitel: Light in August
Licht im August
Autor: William Faulkner
ISBN: 3499249960
Genre: Klassiker
Serie:
Ort: USA
Zeit: 30er Jahre
Sonstiges: k.a.
Note: Note: 2


"Lena sitzt am Straßenrand und beobachtet, wie das Fuhrwerk den Hügel zu ihr heraufklettert, und sie denkt: "Ich komme aus Alabama: ein schönes Stück."..."

Nobelpreisträger Wiliam Faulkner erzählt in diesem Klassiker drei Lebenswege in den amerikanischen Südstaaten: Lena Grove zieht hochschwanger in die Fremde, auf der Suche nach ihrem Geliebten. Der Geistliche Gail Hightower verliert Amt und Familie und träumt sich in eine glorifizierte Vergangenheit. Und Joe Christmas, ein Adoptivkind, fürchtet, in seinen Adern fließe «Negerblut». Auf der Flucht vor sich selbst wird er zum Mörder...


Lange habe ich für dieses Buch gebraucht und das lag nicht an mangelndem Interesse, sondern vielmehr an Sprache und Inhalt. Rassismus, Gewalt und religiöser Eifer sind die Themen, die sich wie ein dicker, alles zermalmender, roter Faden durch den Roman ziehen. Hinzu kommt Faulkners Erzählstil: Strotzend vor Details wirkt er fast endlos ausufernd, ist anspruchsvoll und zuweilen anstrengend, verstörend und zugleich berührend. Faulkner verlangt seinem Leser einiges ab, doch wenn man sich die Zeit nimmt, aufmerksam zu lesen und die Sätze wirken zu lassen, entfalten sie ihre ganze Wucht und es braucht immer wieder Pausen, um das Gelesene inhaltlich zu ertragen und sich von dieser Sprachgewalt zu erholen.
Das Schicksal von Faulkners Figuren berührt - sie alle haben mit den Geistern ihrer Vergangenheit und den Dämonen der Gegenwart zu kämpfen und das in einer Zeit und Gesellschaft, in der kein Anderssein geduldet wird. Die Grenzen zwischen Opfern und Tätern verschwimmen, flirren diffus wie "Licht im August". Vielleicht vermag die Liebe dem Dunkel dieser Welt etwas entgegenzusetzen. Diesen zarten Hoffnungsschimmer gönnt Faulkner seinen Lesern zu Beginn und am Ende seines Romans. Ein kleiner Trost. Immerhin.


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