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Polizisten leben gefährlich von Ed McBain


Originaltitel: Cop Hater
Polizisten leben gefährlich
Autor: Ed McBain
ISBN: 3548104126
Genre: Krimi / Thriller
Serie: 87. Polizeirevier
Ort: USA
Zeit: 50er Jahre
Sonstiges: 1. Band der Reihe um das 87. Polizeirevier
Note: Note: 2


"Zuerst sieht man nur die Skyline der Stadt, wenn man von Norden kommt, vom Fluss her. Es verschlägt einem den Atem, ein seltsames Gefühl von Ehrfurcht bei diesem Anblick von majestätischem Glanz überkommt einen..."

Um 23:41 schlagen zwei Kugeln von hinten in Detektiv Mike Reardons Schädel ein und zerreißen beim Austritt sein Gesicht. Der Polizist ist bereits tot, als sein Körper auf die Straße stürzt. Und Reardon bleibt nicht der einzige Kollege, um den die Männer vom 87. Polizeirevier trauern müssen. Denn irgendwo in der großen heißen Stadt geht ein Mörder um. Seine Opfer sind ausnahmslos Cops...


Glaubt man Horst Eckert, so ist die über 40 Jahre andauernde und längst legendäre Reihe um das 87. Polizeirevier von Ed McBain ein "Gegenentwurf zum Tüftelkrimi britischer Prägung". Tatsächlich hat schon dieser erste Band, der im Original 1956 (!) erschien, so gut wie nichts gemein mit den Cosy-Krimis einer Agatha Christie beispielsweise. Die einzige Gemeinsamkeit besteht vielleicht in der Fähigkeit, eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die den Leser sofort ins Geschehen hineinzieht.
Im Falle von McBain ist das die alltägliche, harte Arbeit der Männer vom 87. Polizeirevier der fiktiven (an New York angelehnten) Großstadt Isola an der amerikanischen Ostküste. McBain beschönigt nichts. Wenn er beschreibt, wie die Temperaturen hier im Sommer in unerträgliche Höhen klettern und das Arbeiten sowohl in den Büros als auch auf den Straßen des Reviers zur Qual wird, treten dem Leser schnell selbst die Schweißperlen auf die Stirn. Sein Stil ist nüchtern und präzise, er nutzt kein Wort zu viel und keines zu wenig. So gelingt es ihm, auf gerade einmal 160 Seiten einen spannenden Plot zu entwerfen und dabei noch Raum für die private Seite seiner Cops zu finden.
Auch im Fall des Polizistenkillers selbst gibt es einige Schlenker, die zwar nicht unbedingt zur (überraschenden, aber nachvollziehbaren) Auflösung beitragen, aber das Gesamtbild vervollständigen. Insgesamt ein Serienauftakt, der ein echtes Lesevergnügen bietet, dem man sein Alter von über 60 Jahren kaum anmerkt.


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