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Die Erbin der Teufelsbibel von Richard Dübell
| Kurzbeschreibung: |
| Jahrzehntelang haben sie die Welt vor der Teufelsbibel behütet. Nun wendet sich die Welt gegen sie - 1648: Dreißig Jahre Krieg haben Europa an den Rand des Untergangs gebracht. Die Menschen sind verroht, Tag für Tag brennen unschuldige Männer, Frauen und Kinder als Hexen auf den Scheiterhaufen. Auch das Schicksal von Agnes Khlesl und ihrer Tochter Alexandra scheint besiegelt, als sie in Würzburg in die Fänge eines Hexenjägers geraten. Doch dann bietet dieser einen Handel an: Bringen sie ihm die Teufelsbibel, wird er die Anklage fallenlassen. Alexandra muss sich entscheiden. Lässt sie zu, dass ihre Lieben den Feuertod sterben? Oder stiehlt sie die gefährliche Handschrift aus der Obhut ihrer eigenen Familie? Diese bewacht die Teufelsbibel seit vielen Jahren - denn das mächtige Buch soll aus der Feder des Teufels stammen... |
| Rezension: |
| Mit "Die Erbin der Teufelsbibel" hat Richard Dübell einen fulminanten Abschluss seiner Trilogie um die sagenumwobene Teufelsbibel geschrieben, der die Leser von der ersten bis zur letzten Seite fordert. Kriegsgräuel, Elend, Leid, Folter - detailgetreu werden die Schrecken und Gräueltaten des 30-jährigen Krieges in all seinen Facetten geschildert - und mitten drin die bereits liebgewonnenen Familien Khlesl und von Langenfels, an deren Schicksal man so intensiv teilnimmt, dass man als Leser alle Emotionen durchlebt. Von panischer Angst über erbitterten Zorn, von ohnmächtiger Trauer bis kaum noch ertragbaren Ekel - Richard Dübell mutet seinen Lesern viel zu, aber er gibt auch viel, nämlich den intensiven Einblick in eine düstere Epoche, verpackt in eine spannende Geschichte mit vielen bekannten, bereits vermissten und tollen neuen Charakteren, die so lebendig dargestellt werden, dass sie im Laufe des Romans fast schon zu Bekannten werden. Auch wenn kaum Zeit zum Atemholen (selbst die Kriegs- und Kampfszenen, die andernorts von mir gerne mal überlesen werden, sind spannend zu lesen!) bleibt, weil sich die Ereignisse überschlagen, kann man gar nicht genug bekommen und fiebert nägelkauend mit, wie es mit den Khlesls und von Langenfels weiter geht. Trotz aller Düsternis gelingt es Richard Dübell immer wieder, mit kleinen Episoden, Dialogen oder Figuren am Rande dem Leser das ein oder andere Schmunzeln zu entlocken, so dass dieser Roman ein rundum gelungenes Lesevergnügen darstellt. Für alle, die bereits die ersten beiden Teile der Trilogie gelesen haben, ist "Die Erbin der Teufelsbibel" ein absolutes Muss, alle anderen sollten mit dem ersten Teil beginnen und die Charaktere ihr Leben lang begleiten. Ich werde sie vermissen! |
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