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Machtlos von Alex Berg
| Kurzbeschreibung: |
| In Hamburg laufen die Vorbereitungen für den internationalen Krisengipfel auf Hochtouren. Erste Terrorwarnungen sind bereits bei den Geheimdiensten eingegangen. Zur selben Zeit wird die Anwältin Valerie Weymann am Flughafen verhaftet. In end-losen Verhören unterstellen ihr Agenten von BKA und CIA Kontakte zu Terrormitgliedern von al-Qaida. Die Anwältin ist fassungslos und verweigert die Aussage. Doch ihr juristisches Wissen nützt ihr nichts, als am Hamburger Hauptbahnhof eine Bombe explodiert. Der mutmaßliche Täter ist ein Bekannter von ihr. Noch in derselben Nacht wird Valerie in ein geheimes Gefängnis nach Osteuropa gebracht, und eine rasante Jagd auf Leben und Tod beginnt... |
| Rezension: |
Alex Berg hat in ihrem Roman "Machtlos" ein brisantes und wichtiges Thema aufgegriffen, das nach dem 11. September 2001 eine neue Bedeutung bekommen hat. Ihr Thriller fesselt von der ersten Seite an und hält diese Sogwirkung bis zum Ende aufrecht. Allerdings kann ich die Begeistertung vieler Leser leider nicht teilen, denn ich hätte mir bei diesem Thema einen anderen Schwerpunkt gewünscht. Die Geschichte der Anwältin Valerie Weymann, die am Flughafen überraschend festgenommen wird, weil sie Kontakte zu einem islamistischen Attentäter haben soll, führt dem Leser vor Augen, dass es jeden treffen kann, dass die Willkür der Anti-Terror-Einheiten in den letzten Jahren zugenommen hat. Ich persönlich hätte mir den Fokus mehr auf die verschobenen Prioritäten (Einschränkungen oder Verletzungen der Menschenrechte zugunsten vermeintlicher Sicherheit) vieler Menschen und Regierungen gewünscht. Mit der vorliegenden Geschichte hätte noch deutlicher gemacht werden können, wie sich auch das Verhalten angeblich zivilisierter Menschen und Staaten durch Angst oder Rache verändern kann. Das größte Problem hatte ich allerdings mit den Figuren. Valerie empfand ich als sehr blass und austauschbar, was jedoch zu verschmerzen ist, bedenkt man, dass sie sozusagen willkürlich ausgewählt wurde, als Beispiel dafür, dass es jeden treffen kann. Die beiden Figuren Eric Mayer und Martinez empfinde ich allerdings als sehr zwiespältig, ihre Entwicklung innerhalb der Geschichte bzw. die Message, die sie transportieren, halte ich für bedenklich und für nicht nachvollziehbar. Vielleicht hätte ein wenig mehr "Inneneinsicht" in die beiden Charaktere dem Verständnis gut getan, die Aussage "Das ist mein Job" reicht mir persönlich nicht.
Trotz der genannten Punkte ist "Machtlos" ein Thriller, den man in wenigen Tagen verschlingen kann, weil er wirklich spannend ist und vor allem auf vielen Ebenen zum Nachdenken anregt! |
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