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Die Legenden von Ophir (HB) von Paul Freeman
| Kurzbeschreibung: |
| In Simbabwe ist der Teufel los, als ein Europäer ermordet wird. Das Ministerium für Tourismus befürchtet Einbußen und beauftragt den weißen Sonderermittler James Carter mit der Aufklärung. Doch es handelt sich bei dem toten Portugiesen keineswegs um einen gewöhnlichen Touristen, sondern um einen Abenteurer, der ein Goldversteck seiner Vorfahren aus der Kolonialzeit ausheben wollte und dabei drei Brüdern aus Mosambik in die Quere kam - ehemaligen Kindersoldaten, die ihr blutiges Metier während des Bürgerkriegs im Nachbarland von der Pike auf erlernt haben. Der Ehrgeiz, den Fall in Alleinregie lösen zu wollen, und das Goldfieber, das Carter allmählich übermannt, lassen ihn leichtsinnig werden... |
| Rezension: |
Simbabwe ist wahrlich ein außergewöhnlicher Schauplatz für einen Thriller aus der Feder eines englischen Schriftstellers, doch Paul Freeman hat selbst lange Zeit in Simbabwe gelebt und weiß somit, wovon er schreibt. Als Thriller würde ich "Die Legenden von Ophir" allerdings nicht unbedingt bezeichnen, auch wenn dies auf der CD-Hülle zu lesen ist, denn es ist mehr eine Mischung aus Indiana Jones und einem klassischen Whodunnit. Diese Mischung hat Freeman durchaus gut umgesetzt, auch wenn zu seinem Protagonist stets eine gewisse Distanz bestehen bleibt und die Auflösung zwar nicht eindeutig vorhersehbar, aber doch wenig überraschend ist. Der große Pluspunkt in den "Legenden von Ophir" ist die Darstellung der gesellschaftlichen und politischen Situation Simbabwes (Mitte der 90er Jahre!) und vor allem die historischen Bezüge, die Freeman geschickt in die Handlung einbaut und so wie nebenbei Wissen vermittelt.
Norbert Hülm hat sich als Sprecher wirklich bemüht und konnte mit seiner (etwas gewöhnungsbedürftigen) Stimme und seinem Erzählstil streckenweise fesseln. Leider schlich sich jedoch - vor allem in den Dialogen - immer wieder ein Unterton ein, den ich nur als leiernd beschreiben kann und der mein Hörvergnügen doch einigermaßen strapaziert hat. Wer sich für die Geschichte interessiert, sollte vielleicht lieber zum Buch als zum Hörbuch greifen! |
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