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Mein Land unter Wasser von Jean-Côme Noguès
| Kurzbeschreibung: |
"Piet setzte sich ganz hinten in den Kahn, presste die Knie zusammen und legte das kleine Bündel zu seinen Füßen nieder. Wäre er allein gewesen, so hätte er seinem Kummer freien Lauf gelassen..."
Als Piet im Jahr 1672 seine Stelle als Stallbursche bei Meister Boerhave antritt, ahnt er nicht, in was für dramatische Ereignisse er bald verwickelt sein wird. Der Alltag in der Herberge und die gelegentlichen Begegnungen mit Marijke bestimmen sein Leben. Doch dann verbreitet sich wie ein Lauffeuer eine bestürzende Nachricht: Der französische "Sonnenkönig" ist mit seinem Herr in die freien Niederlande eingedrungen! Nachdem der Kurier Jan verletzt in die Herberge zurückgekehrt ist, steht Piet plötzlich vor einer ungeheuren Aufgabe: Wird er den ihm anvertrauten Botendienst ausführen können? |
| Rezension: |
| Das Jahr 1672 ging als "Rampjaar" (dt.: Katastrophenjahr) in die niederländische Geschichte ein. Nicht nur, dass es innenpolitisch einige Unruhen gab, auch Frankreich, England, Köln und Münster erklärten der Republik den Krieg. Eine verzweifelte Maßnahme, um die anrückenden französischen Truppen unter dem als "Sonnenkönig" bekannt gewordenen König Ludwig XIV. zurückzudrängen, bestand darin, die Deiche und Schleusen zu öffnen, und das Land zu überfluten. Genau um diese Episode geht es in dem kleinen, aber feinen Jugendroman "Mein Land unter Wasser", der die dramatischen Ereignisse in eine spannende Geschichte rund um den Stallburschen Piet verpackt und dabei vor allem das Leben der einfachen Leute zu dieser Zeit in den Mittelpunkt rückt. All die Sorgen des Alltags, die Angst vor dem Krieg, aber auch die Freude an kleinen Dingen, Vertrauen und Freundschaft sind Themen des Romans, der für junge wie ältere Leser ein lebendiges Bild der damaligen Zeit malt und einige interessante Begegnungen mit historischen Persönlichkeiten bereithält. |
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