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Im Schatten der Königin (HB) von Tanja Kinkel
| Kurzbeschreibung: |
| Als die junge Amy Robsart am 8. September 1560 tot aufgefunden wird, ist ganz England überzeugt, den Mörder zu kennen: ihren Ehemann Robert Dudley, Günstling Elizabeth der Ersten, der sich Hoffnungen auf die Hand der Königin macht. Dieser Verdacht bringt nicht nur Robert, sondern auch Elizabeth in Gefahr, die um ihre große Liebe und um ihren Thron kämpfen muss... |
| Rezension: |
Als die 17-jährige Amy Robsart ihre große Liebe, den gleichaltrigen Robert Dudley heiratet, kann sie nicht ahnen, dass dieser schon bald einer anderen Frau verfallen wird und zwar niemand geringerem als der jungen Königin Elisabeth I. Als Amy Robsart plötzlich durch einen Sturz von einer Treppe stirbt, klatscht das ganze Land, ob hier nicht nachgeholfen wurde, damit Robert endlich frei für seine Elisabeth ist, doch was ist damals wirklich geschehen? Roberts engster Vertrauter, Thomas Blount, macht sich daran, den Tod Amys zu untersuchen.
Tanja Kinkel ist mit ihrem neusten Werk ein toller historischer Roman gelungen, der sich spannend wie ein Krimi lesen/hören lässt. Durch die wechselnden Erzählperspektiven von Thomas Blount und Elisabeths Gouvernante Kate Ashley erfährt der Leser beide Seiten der Geschichte, die von tollen Charakteren, viel Spannung und einem fesselnden Erzählstil lebt. Ich habe mich keine Minute gelangweilt, sondern bin tief eingetaucht in das Leben der oberen Gesellschaftschicht zum Anfang der Regierungszeit von Elisabeth I. Zahlreiche Rückblicke und interessante Dialoge lassen die Figuren lebendig werden, so dass man Anteil an ihrem Schicksal nimmt, ohne sich aber auf eine bestimmte Seite schlagen zu können. Geschickt spinnt Tanja Kinkel so eine rundum gelungene Geschichte um ein bis heute ungelöstes Geheimnis und bietet eine plausible Lösung.
Mir hat Ulrich Noethen als Sprecher supergut gefallen, ich habe ihm sehr gerne zugehört und fand eher Ulrike Hübschmann etwas anstrengend. Nicht, weil sie nicht gut gelesen hätte, das hat sie ohne Frage, aber ihre S-Laute haben fast immer so ein Zischen, das mich schon sehr gestört hat... Vielleicht stelle ich mich da aber auch ein bisschen an - von der Betonung und Intonation her war es bei beiden wunderbar! |
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