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Papierkrieg von Martin Mucha
| Kurzbeschreibung: |
"Vor mir lag ein Zehneuroschein. Nagelneu, geradezu druckfrisch..."
Arno Linder, Anfang dreißig, schlägt sich als lausig bezahlter Sprachwissenschaftler der Universität Wien mehr schlecht als recht durchs Leben. Als ihm in einer eisigen Märznacht auf dem Heimweg ein ebenso schönes wie betrunkenes Mädchen inklusive geladenem Revolver in die Arme fällt, hat Arno kurze Zeit später einen Haufen ernsthafter Probleme am Hals: einen toten Nachbarn aus dem zweiten Stock, zwei lästige Polizisten und einen serbischen Kunsthändler, der ihm eine antike Papyrusrolle zweifelhafter Herkunft anbietet... |
| Rezension: |
Arno Linder ist nicht gerade das, was man einen erfolgreichen Karrieremenschen nennt, mehr schlecht als recht kommt er als Dr. der Philologie mit einigen Lehrstunden an der Uni Wien über die Runden. Da ist das Geld knapp und jede Gelegenheit, die Haushaltkasse aufzubessern, willkommen. Dumm nur, wenn man bei einer Gelegenheit an die Falschen gerät und plötzlich in einem noch viel größeren Dilemma steckt...
Martin Mucha hat mit Arno Linder einen originellen und sympathischen Charakter erschaffen, den nicht nur alle Geistes- und Sprachwissenschaftler, sondern auch alle Teeliebhaber, Freunde der klassischen Musik und alle, die einem gelegentlichen Marihuana-Konsum nicht abgeneigt sind, schnell in ihr Herz schließen werden. Mit einem trockenen Humor erzählt er seine Geschichte, die von absurden Situationen und skurrilen Gestalten geprägt ist und doch gelingt es, dass die Geschichte glaubwürdig bleibt. Dafür sorgt auch die Tatsache, dass auf Kommissar Zufall gänzlich verzichtet wird, allerdings auch auf überraschende Wendungen, was ein bisschen schade ist. Zwar hat man dank der Gesamt-Originalität zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, die Geschichte vorhersehen zu können, aber die Storyline macht kaum Schlenker und die Auflösung wird ein bisschen wie nebenbei erzählt. Das erweckt den Eindruck, soeben an einer kleinen - wenn auch ziemlich verrückten - Episode aus Arno Linders Leben teilgenommen zu haben, was vielleicht auch gewollt ist. Was bleibt ist ein erfrischender österreichischer Krimi mit einer sympathischen Hauptfigur, der man gerne mal wieder begegnen würde. |
| Weitere Bücher von Martin Mucha: |
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