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Dreckskind von Uta-Maria Heim
| Kurzbeschreibung: |
"In euren Augen bin ich doch nur ein Stück Dreck, aber ihr werdet noch an mich denken. Ich war mein Lebtag lang ein anständiger Mensch..."
Eine heile Welt gerät aus den Fugen: Vor einem halben Jahr wurde die siebenjährige Aranca brutal ermordet. Noch immer fehlt vom Täter jede Spur. Jetzt ist der sechsjährige Emil verschwunden. Bei der Stuttgarter SOKO liegen die Nerven blank – hat derselbe Psychopath wieder zugeschlagen? Als ein Kinderskelett gefunden wird, stehen die Ermittler vor neuen Rätseln... |
| Rezension: |
"Dreckskind" ist eine außergewöhnliche Geschichte, in gewisser Weise ein Krimi, da es um ein verschwundenes Kind geht, nach dem die Polizei fieberhaft sucht, ganz sicher aber kein Thriller, auch wenn die Handlung durchweg spannend ist. Aus verschiedenen Perspektiven erzählt Uta-Maria Heim hier die Geschichte des verschwundenen Emil und seiner Familie, die weitere Kreise zieht als die Polizei (und der Leser) zunächst annimmt. Anfangs können die vielen Personen und die Zeitsprünge verwirren, doch schon bald zeichnet sich ein Muster ab, langsam kommt ein roter Faden zum Vorschein, der mit zunehmender Klarheit ein immer schrecklicheres Bild zeichnet und offenbart, dass Täter oft auch Opfer sind/waren und ihre Handlungen zwar nicht immer nachvollziehbar, aber doch erklärbar sind.
Uta-Maria Heim überzeugt durch präzise Landschaftsbeschreibungen und die authentische Charakterisierung ihrer Figuren, die sich alle - aus verschiedenen Gründen - nicht von der Vergangenheit und ihrer Herkunft lösen können. Wie eng ihr Schicksal miteinander verwoben ist, erscheint am Ende teilweise etwas konstruiert und nicht alle Aspekte der Auflösung (insbesondere jene, die sich auf die Vergangenheit beziehen) waren verständlich. Dass einige entscheidende Fragen offen bleiben, mag manchen Leser stören, für mich hat ein Ende, das Raum für die eigene Fantasie lässt, jedoch durchaus seinen Reiz. Wer einen anspruchsvollen deutschen Krimi sucht, der den Figuren großen Raum gibt und der auch mit wenig Blut und Toten ein Bild des Schreckens entwirft, der ist mit "Dreckskind" gut beraten. |
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