"Im Zentrum von Kigali gibt es einen Swimmingpool, an dem rund zwanzig Tische und Liegestühle stehen. Dahinter, in Form eines großen L, das diesen blauen Farbfleck überragt, befindet sich das Hotel Mille-Collines und seine Gäste: Entwicklungshelfer, internationale Experten, ruandische Spießbürger, gerissene oder schwermütige Einwanderer und Prostituierte..."
Ein Hotelpool in Kigali 1994, Treffpunkt für Entwicklungshelfer, Botschaftsangestellte, Journalisten, Geistliche, Prostituierte, Politiker und alle, die in Ruanda das Sagen haben. Hier verliebt sich der alternde kanadische Journalist Valcourt in die schöne junge Kellnerin Gentille, eine Hutu, die aussieht wie eine Tutsi und deshalb verfolgt wird.
In dem Land, das von Aids und Armut gezeichnet ist, verdichten sich die Hinweise auf den bevorstehenden Völkermord. Straßensperren werden errichtet, Freunde werden umgebracht, und die öffentlichen Tötungsaufrufe nehmen zu. Gentille und Valcourt hoffen vergebens auf Hilfe von außen - von den Vereinten Nationen, deren Blauhelmtruppen in Ruanda anwesend sind, von den Menschenrechtsorganisationen, von der Kirche. Vor den Augen der Öffentlichkeit bricht die Hölle los, die das Schicksal der kleinen Gemeinschaft besiegelt. |