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Das Zeichen der Venus von Sarah Dunant


Originaltitel: The Birth of Venus
Das Zeichen der Venus
Autor: Sarah Dunant
ISBN: 3404922123
Genre: Historisch
Serie:
Ort: Italien
Zeit: Renaissance
Sonstiges: k.a.
Note: Note: 2


"Bis zu ihrem Tod hatte niemand sie nackt gesehen. Eine Ordensregel verbot es den Schwestern, den eigenen Körper oder den eines anderen Menschen im entblößten Zustand zu betrachten..."

Alessandra ist noch keine fünfzehn, als ihr Vater, ein reicher Tuchhändler, einen jungen Maler aus dem Norden mitbringt, der die Hauskapelle ihres florentinischen Palazzo ausmalen soll. Vom ersten Augenblick an ist Alessandra im Bann dieses verschlossenen Mannes, von dem sie das Malen lernen will. Doch im Florenz des ausgehenden 15. Jahrhunderts, der Blütezeit der Kunst, ist es für ein Mädchen strengstens verboten, auch nur mit einem Maler zu sprechen. Und dieser hier scheint zudem ein mysteriöses Nachtleben zu führen. So beschließt Alessandra heimlich ihrem Talent nachzugehen – bis Lorenzo de Medici stirbt und Florenz einem Hexenkessel gleicht, in dem die Stimme Savonarolas all jenen ewiges Höllenfeuer androht, die der Kunst, der Lust und dem Luxus frönen. Eine Serie von grausamen Morden sorgt für zusätzlichen Aufruhr in der Stadt. Alessandra heiratet, um dem Kloster zu entgehen, nicht ahnend, dass ihr Ehemann ein wohl gehütetes Geheimnis hat, ein Geheimnis, das sie alle das Leben kosten kann. Als der mysteriöse Maler wieder ihren Weg kreuzt, trifft Alessandra eine schicksalhafte Entscheidung.


Sarah Dunant ist eine Erzählerin der leisen Töne; selbst bei der Schilderung tragischer Ereignisse, politischer Umwälzungen oder der unmittelbaren Bedrohung des Lebens bleibt ihr Erzählstil ruhig und besonnen. Dunant vermeidet auch bei den schlimmsten Schicksalsschlägen das Tempo anzuziehen und verfolgt konsequent die Geschichte, die sie erzählen will. Im Fall von "Das Zeichen der Venus" gelingt es ihr sehr bildhaft das Leben einer jungen Frau im 16. Jahrhundert in Florenz zu zeichnen, die sich mit dem damaligen Verständnis der Aufgaben einer Frau überhaupt nicht identifizieren kann, sondern davon beseelt ist, malen zu können und zu dürfen. Ihr eigenes Schicksal gewinnt vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Situation immer wieder an Dramatik und ihre Entwicklung von dem vorlauten Mädchen zu der Ehefrau eines angesehenen Bürgers wird sehr anschaulich beschrieben. Ihre Lebensgeschichte, von ihr selbst erzählt, wird eingeleitet von den merkwürdigen Umständen ihres Todes, mit denen eine sinnliche und spannende Geschichte beginnt, die einen lebendigen Einblick in eine faszinierende Zeit erlaubt. Abgesehen von dem unglücklich gewählten Klappentext, der falsche Erwartungen weckt, wird das Lesevergnügen durch einige Längen im Mittelteil etwas getrübt und manche spannende Nebenhandlungen werden leider nur am Rande aufgelöst. Wer sich für das Florenz des 16. Jahrhunderts und seine schillernden Persönlichkeiten, allen voran natürlich der Dominikanermönch Girolamo Savonarola, interessiert, wird trotzdem voll auf seine Kosten kommen.


Venezianische Geheimnisse ...


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