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Der weiße Chauffeur von Urs Richle
| Kurzbeschreibung: |
"Meine Befürchtungen waren umsonst. Es waren nur wenige Leute gekommen..."
Harry W., der Chauffeur eines reichen Immobilienbesitzers aus dem Tessin, ist des versuchten Mordes an seinem Vorgesetzten angeklagt. Was er zu seiner Verteidigung vorzutragen hat, ist das Absurdeste, was man sich denken kann: Er könne seinen Chef nicht umgebracht haben, da dieser gar nicht existiere, ja daß er ihn erfunden habe. Der einzige, der seine Version bezeugen könnte, ist unter ungeklärten Umständen in einem Fluß ertrunken. Alle Indizien sprechen gegen ihn: die Überweisungen seines Chefs, das Testament, der Bauer, der ihn bei seinem Mordversuch beobachtet hat, und natürlich sein Vorgesetzter Dr. Herrsberg, der ihm im Gerichtssaal gegenübertritt. Handelt es sich um eine Intrige und soll er, wie sein Freund, ausgeschaltet werden? |
| Rezension: |
| Kann man jemanden ermorden, der überhaupt nicht existiert? Wenn die eigene Erfindung plötzlich ein Eigenleben zu entwickeln scheint und Sein und Schein immer mehr verwischen, dann wird es höchste Zeit, sich auf die Realität zu besinnen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn die eigene Erfindung so glaubwürdig und überzeugend war, dass alle Zeugen und Dokumente dem eigenen Wissen widersprechen. Urs Richle hat mit "Der weiße Chauffeur" eine originelle Geschichte vorgelegt, die mit dem Verschwimmen von Fiktion und Realität spielt und zeigt, wie schwer es mitunter sein kann, "die Geister, die ich rief" wieder loszuwerden. Ob und wie sich das Netzwerk aus Lügen und Wahrheiten auflöst, sei an dieser Stelle nicht verraten, doch bis zum gelungenen Ende hält der Autor noch die ein oder andere Überraschung bereit. Kurzweilige Unterhaltung mit origineller Handlung! |
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