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Zeit aus den Fugen von Philip K. Dick
| Kurzbeschreibung: |
"Victor Nielson karrte einen Einkaufswagen voll Winterkartoffeln aus dem Kühlraum im hinteren Teil des Ladens zum Gemüsestand der Frischwarenabteilung. Er ließ die neuen Kartoffeln in den beinahe leeren Kasten kullern und prüfte dabei jede zehnte auf faulige Stellen oder Einkerbungen..."
Eine idyllische Kleinstadt im Amerika der fünfziger Jahre. Ragle Gumm, Mitte vierzig, ledig, verdient seinen Lebensunterhalt durch Gewinne bei einem obskuren Zeitungswettbewerb. Bis merkwürdige Ereignisse und Entdeckungen ihn davon überzeugen, dass hier etwas nicht stimmt. Nicht mit den Menschen, nicht mit den Häusern, nicht mit der Stadt. Und nicht mit der Zeit. |
| Rezension: |
| Dies war mein erstes Buch von Philip K. Dick und obwohl ich eigentlich kein Sci-Fi-Fan bin, bin ich sehr positiv überrascht. Nicht nur, dass mir der Erzählstil Dicks außerordentlich gut gefallen hat, auch seine Charaktere und die Handlung selbst haben mich überzeugt. Geschickt führt Dick seine Leser von einer scheinbar normalen Umgebung in merkwürdige, aber noch relativ unbedeutende Ereignisse, die sich langsam aber sicher zu einem unglaublichen Mysterium ausdehnen. Wie die Figuren in diesem Roman erst an sich zweifeln, dann beginnen zu verstehen, schließlich den Mut haben, neue Wege zu gehen und dann letztlich zu sich und der Wahrheit zurückfinden, ist gelungen, ohne unglaubwürdig zu wirken. Dennoch hätte ich mir noch mehr Raum für die Auflösung bzw. die "Realität" gewünscht, die mir persönlich stellenweise zu verwirrend war. Dass die ferne Zukunft das Jahr 1997 ist, ist aus heutiger Sicht amüsant, aus Sicht des Entstehungsdatums des Romans (1959!) aber weit weit entfernt. So erklärt sich auch, dass einige Aspekte bei dem Leser heute ein Schmunzeln hervorrufen, was dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch getan hat. |
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