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Gute Besserung von Angelika Stucke
| Kurzbeschreibung: |
"Wilhelm Knackstedt, von den Nachbarn seit Neuestem - genauer gesagt, seit er sich seinem neuen Hobby, dem Angeln, hingab - nur noch Fischkopp genannt, stand an den grünlich schimmernden Fluten der Leine und frönte seiner neu entdeckten Leidenschaft. Breitbeinig hielt er sich an der schlüpfrigen Böschung aufrecht..."
Ausgerechnet das Leinebergland, der idyllische Originalschauplatz von Schneewittchen, wird erneut Schauplatz eines Verbrechens. Eine junge Frau wird tot am Ufer der Leine aufgefunden. Trotz manch dunkler Punkte in der Vergangenheit des Opfers tippt die Polizei zunächst auf den pensionierten Polizisten Nikolaus Schrader als möglichen Täter. Selbstverständlich macht sich die ambulant arbeitende Fupflegerin Kornelia Lorenz sofort daran, den guten Namen ihres Patienten von jeglichem Verdacht zu befreien und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Tatkräftig unterstützt wird sie dabei von Amalie Pfingsten, einer Zimmernachbarin von Nikolaus Schrader im Gronauer Altersheim. |
| Rezension: |
Über ein Wiedersehen mit der sympathischen Fußpflegerin Kornelia Lorenz, die nur zu gern ihre Nase in Dinge steckt, die sie nichts angeht, wie ihr Mann Dieter meint, habe ich mich sehr gefreut! Auch all die anderen, schon aus dem 1. Band der Reihe bekannten Personen, trifft man natürlich wieder, einschließlich der schrulligen Amalie und dem Ex-Polizisten Schrader. Wie auch schon der Vorgänger lebt der Krimi von seinem Lokalkolorit und den Figuren, die von der Autorin mit viel Liebe zum Leben erweckt worden sind. Geschickt beschreibt sie die verschiedenen Handlungsstränge, die an den unterschiedlichen Orten bzw. bei den einzelnen Personen zum gleichen Zeitpunkt geschehen, nicht gleichzeitig, sondern nacheinander, so dass auch die Spannung nicht zu kurz kommt. Einen kleinen Abzug gibt es für die recht früh zu erahnende Auflösung, hier hätte die ein oder andere Wendung der Geschichte gut getan. Sprachlich konnte mich dieser Krimi nicht ganz überzeugen: Manche Sätze (z.B.: "Kornelia nickte, um ihren hübschen Mund spielte ein Ausdruck tiefen Bedauerns, während sie bereits im Stehen hastig den letzten Schluck Kaffee aus ihrer Tasse trank". Seite 15) klingen etwas holprig und mich persönlich hat die Wiederholung einiger Informationen (z.B. dass die Hannoveraner Kollegen für Kommissar Linden den Spitznamen "Der mit den Wänden spricht" hatten, auf S. 149, 162, 215) eher gestört.
Unabhängig davon habe ich Kornelia und ihre Freunde in mein Herz geschlossen und werde bestimmt auch beim dritten Band mit ihnen auf Ermittlungsjagd gehen. Ich freue mich auf den nächsten Fall und natürlich auch die privaten Entwicklungen (und Verwicklungen) der Charaktere, die man gespannt erwarten darf.
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