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Die Wächter der Teufelsbibel von Richard Dübell
| Kurzbeschreibung: |
"Der Kaiser war tot, und mit ihm war all das gestorben, was an ihm menschlich gewesen war. All das Bizarre, Unverständliche, Monströse, all das Phantastische, Visionäre und Irrsinnige aber, das die Welt darüber hinaus mit seiner Person verbunden hatte, würde bleiben..."
Prag, 1612. Plünderer dringen in die Prager Burg ein und stehlen das größte und am meisten gefürchtete Buch seiner Zeit – den Codex Gigas, die Teufelsbibel. Wenig später geschehen im Namen des Satans unheimliche Dinge im Land: Klöster werden angegriffen, verstümmelte Leichen in den Wäldern gefunden, und Menschen berichten, dass sie den Teufel lachen und tanzen gesehen haben. Gibt es einen Zusammenhang zwischen all den Grausamkeiten und dem Verschwinden der geheimnisvollen Handschrift? |
| Rezension: |
Richard Dübell hat auf vielfachen Wunsch seiner Leser die Geschichte um „Die Teufelsbibel“ und seine Helden Cyprian und Agnes fortgesetzt – gottseidank! Denn mit „Die Wächter der Teufelsbibel“ hat er nicht nur bewiesen, dass die Geschichte der Teufelsbibel noch längst nicht fertig erzählt war, sondern auch, dass er seine Leser auf ein Neues mit seiner einmaligen Erzählweise zu fesseln vermag. Seine überaus gelungene Mischung aus Spannung, historischen Begebenheiten und Humor sorgt dafür, dass man das Buch, das mir noch viel besser gefallen hat als sein Vorgänger, kaum aus der Hand legen kann. Zusammen mit den Helden erlebt der Leser in diesem prall gefüllten Roman die ganze Palette menschlicher Emotionen und fühlt Freud und Leid mit den fiktiven und historisch belegten Charakteren mit.
Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, empfiehlt es sich dennoch den ersten Teil zu lesen, denn das Vorwissen über die Figuren und ihre Erlebnisse erhöhen den Lesespaß ohne Zweifel noch. Während dort das Thema „Liebe“ im Mittelpunkt stand, rankt sich die aktuelle Geschichte um das Thema „Glaube“, was sich in vielen einzelnen Handlungssträngen und in der Rahmenhandlung widerspiegelt.
Neben den spannenden, sich teilweise überschlagenden Ereignissen und den wechselnden Handlungssträngen, finden sich zahlreiche historisch, politisch und gesellschaftlich interessante Ansätze, die den Leser ermutigen, mehr über die Anfänge des Dreißigjährigen Krieges, in die die Handlung eingebettet ist, zu erfahren.
„Die Wächter der Teufelsbibel“ ist ein rundum gelungenes Lesevergnügen, bei dem sowohl Freunde lebendig erzählter historischer Romane als auch Fans spannender Abenteuergeschichten voll auf ihre Kosten kommen! Absolute und unbedingte Leseempfehlung!
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