"Niemand im Dorf hatte jemals das Meer gesehen - außer dem Bürgermeister und Joszef Puszka, der im Krieg gewesen war. Die Häuser lagen um einen schmalen Bach herum, eine Hand voll weiße Bauernhöfe, grüne Gärten, bunte Apfelbäume, zwei kleine Kirchen, alte Weiden und Eichen, Holzzäune, Hühner, Hunde, Kinder, Ungarn, Schwaben, Zigeuner..."
Für dieses Buch ist Geert Mak ein Jahr lang kreuz und quer durch Europa gereist. Zunächst besucht er Paris, wo das 20. Jahrhundert mit der großen Weltausstellung seinen optimistischen Anfang nahm. Zuletzt befinden wir uns in den Ruinen Sarajevos, die das Ende des blutigen Jahrhunderts markieren. In jedem Monat seiner Reise nimmt sich Mak einen weiteren Abschnitt des 20. Jahrhunderts vor und sucht die Orte auf, an denen die Geschichte in besonderer Weise Spuren hinterlassen hat. Ein bewegendes, kluges Buch, das uns zu Augenzeugen des 20. Jahrhunderts macht. |