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Eine amerikanische Familie von Matthew Sharpe
| Kurzbeschreibung: |
"Irgend etwas kann mit der Prozac-Dosierung für Chris Schwartz' Vater nicht gestimmt haben, denn als er eines schönen Morgens erwachte, stellte er fest, dass seine rechte Gesichtshälfte taub geworden war. Es war die zweite Entdeckung, die, so ahnte Chris' Vater, das trügerische Paradies Gesundheit in weite Ferne rückte..."
Eine kleine Stadt in Connecticut: Bernard Schwartz hat seine Frau, seine Ambitionen und sein Bewußtsein verloren. Als er aus dem Koma erwacht, erwarten ihn sein Sohn Chris, der ewige Klugscheißer, und seine Tochter Cathy, ein zur Katholikin mutierter jüdischer Teenager. Das Wort »Pubertät« deutet ihre Probleme nur zaghaft an. Man ist eben ein bißchen haltlos, wenn man – wie Chris – mit siebzehn schon alle Drogen ausprobiert hat, Selbstmordgedanken Anlaß zur Heiterkeit geben, die Mutter mit dem Gärtner schläft und man selbst mit der Pflegerin des Vaters. Doch trotz aller Turbulenzen nehmen Chris und Cathy die Dinge in die Hand, und aus Kindern werden unverhofft Erwachsene. |
| Rezension: |
| Eine unglückliche Verwechslung von Medikamenten bringt das Leben der Familie Schwartz völlig durcheinander, Vater Bernie fällt ins Koma und seine beiden Kinder Chris und Cathy, die eigentlich genug mit sich selbst und dem Erwachsenwerden zu tun haben, müssen mit der neuen Herausforderung fertig werden. Mitten im schwierigen Prozess der Selbstfindung und pubertätsbedingten hormonellen Chaos gilt es nun auch noch, mit einem kranken Vater umzugehen. Chris und Cathy könnten unterschiedlicher nicht sein und gehen auf ihre Weise mit der Situation um. Ihre Gedankenwelt ist - so absurd ihr Verhalten auf den ersten Blick auch scheinen mag - etwas zugespitzt und mag etwas zu klischeebehaftet erscheinen, aber dennoch sehr authentisch und nachvollziehbar beschrieben und löst Erinnerungen an die eigene Jugend aus. Es ist keine "typisch amerikanische Familie", Geschichten wie die der Familie Schwartz passieren überall auf der Welt und zu jeder Zeit, die Probleme von Jugendlichen sind an keine Nationalität gebunden. Typisch amerikanisch und nicht jedermanns Geschmack mag allerdings das Ende der Geschichte sein, das etwas aufgesetzt wirkt und den insgesamt guten Eindruck der ironisch-bissigen, aber stets mit warmherzigem Unterton erzählten Geschichte etwas schmälert. |
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