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Die Brooklyn-Revue von Paul Auster
| Kurzbeschreibung: |
"Ich suchte nach einem ruhigen Ort zu sterben. Jemand empfahl mir Brooklyn, und so brach ich am nächsten Morgen von Westchester aus auf,um das Terrain zu sondieren..."
Nathan ist 59 und frühpensionierter Versicherungsvertreter. Er hat seine Frau durch Scheidung verloren, eine Therapie gegen Lungenkrebs hinter sich und ist aus New Jersey nach Brooklyn gezogen, um dort "auf den Tod zu warten". Eines Tages trifft er seinen Neffen Tom, den er Jahre nicht gesehen hat. Tom scheint ziemlich auf den Hund gekommen. Er jobbt bei einem merkwürdigen Antiquar namens Brightman. Auch Nathan beginnt sich öfter in dessen Antiquariat aufzuhalten. Eines Tages erzählen ihm Tom und Brightman von ihrem großen Plan, in dem es um ein gefälschtes Manuskript eines berühmten Schriftstellers und einen leichtgläubigen Millionär geht... |
| Rezension: |
| Brooklyn-Revue, das ist ein mehrmonatiger Einblick in das Leben des 59-jährigen Nathan, der sich nach Scheidung, Lungenkrebs-Diagnose und Zerwürfnis mit der einzigen Tochter den New Yorker Stadtteil Brooklyn zum Sterben ausgesucht hat. Doch Brooklyn ist das pure Leben, unzählige Nationalitäten und noch mehr liebenswürdig-skurrile Gestalten, verkrachte Existenzen und andere Normalos sind hier zuhause und machen ihn zu einem ebenso bunten wie warmherzigen Potpourri aus persönlichen Schicksalen. Auster fängt diese Schicksale sehr behutsam, aber mit viel Charme ein und haucht seinen Figuren, so schräg sie auch sein mögen, so glaubwürdig Leben ein, dass man sich in ihrer Gesellschaft einfach pudelwohl fühlt. Hier menschelt es gewaltig und wenn gegen Ende die persönlichen Dramen überwunden zu sein scheinen und man sich einer fast schon kitschigen Entwicklung gegenüber sieht, geraten all die Sorgen, Nöte, Freuden und Hochgefühle in den Schatten eines Ereignisses, das die ganze Welt verändert hat und wie kaum ein zweites die eigene Verletzlichkeit und die Unbeständigkeit des Glücks demonstriert, auf das man nie einen Anspruch hat, selbst wenn man es noch so lange vermisst oder gesucht und nun erst kurz gefunden hat. Mein erster Auster - und ganz sicher nicht mein letzter! |
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