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Magus. Die Bruderschaft von Arno Strobel
| Kurzbeschreibung: |
"Als er sah, wie der Kardinalsdiakon die Loggia der Vatikanischen Basilika betrat, bildeten sich fast augenblicklich kleine Schweißperlen auf seiner Stirn. Seit Stunden lag er bäuchlings auf dem Dach der Kolonnaden, doch plötzlich erschien ihm der leichte Septemberwind um einige Grad kühler..."
"Habemus Papam!" Jubel aus Tausenden von Kehlen. Wenig später betritt das neue Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche die Loggia über dem Petersplatz. Im selben Augenblick fällt ein Schuss und der Papst sinkt tödlich getroffen zu Boden. Der Scharfschütze ist schnell festgenommen, doch weigert er sich auszusagen und verlangt statt dessen, Bischof Corsetti zu sprechen. Tags darauf betritt der Bischof ein kleines Lebensmittelgeschäft, um dort eine für ihn vom Attentäter deponierte Kiste abzuholen. Die Kiste ist schwer - und sie birgt ein noch schwerer wiegendes Geheimnis: das "Projekt Simon". Die geheimnisvollen Tagebücher führen Corsetti auf die Spur einer mächtigen Bruderschaft, die im Verborgenen ein gefährliches Komplott gegen die katholische Kirche schmiedet... |
| Rezension: |
Ein Verschwörungsthriller, bei dem die katholische Kirche eine wesentliche Rolle spielt, scheint auf den ersten Blick nichts Neues zu bieten, doch Arno Strobel zeigt eindrucksvoll, dass sich hier noch einige spannende Geschichten verbergen, die mit einem erfrischend anderen und vor allem intelligenten Plot und einem packenden Erzählstil jeden Thrillerfan überzeugen können.
Mit "Magus. Die Bruderschaft" hat Arno Strobel einen Thriller vorgelegt, der von der ersten bis zur letzten Seite die Spannung aufrecht zu erhalten weiß, ohne dass sich zwischenzeitlich Längen ergeben. Der Leser steigt sofort ins Geschehen ein und findet sich neben dem Attentäter wieder, der gerade durch das Visier seiner Präzisionswaffe blickt und das Fadenkreuz auf den frisch gewählten Papst richtet...
Was und wer hinter dem Attentat steckt und vor allem warum der neue Papst bereits am Tag seiner Ernennung sterben musste, das erfährt der Leser nach und nach, beginnend im Jahr 1949 in Südafrika. Von dort aus nimmt er teil am Aufbau einer mächtigen Bruderschaft, die dunkle Ziele verfolgt und die katholische Kirche in ihren Grundfesten erschüttern kann...
Arno Strobel erzählt packend und geradlinig und zeichnet seine Figuren so authentisch, dass der Leser nahezu gezwungen ist, in Gedanken und Gefühlen mitzufiebern und mitzuleiden. So vermeintlich geradlinig die Handlung jedoch auf ihren Höhepunkt und die Gegenwart, das Attentat am Anfang des Buches, zusteuert, so sicher folgt der Leser den falschen Spuren, die ausgelegt werden, um dann mit einer überraschenden Wendung die Spannung noch einmal zu erhöhen. Noch atemlos von der Erkenntnis, die sich aus den letzten Seiten ergibt und der Tatsache, dass alle nötigen, aber nicht alle möglichen Fragen beantwortet wurden, bleibt mir das Fazit: Ein superspannendes Lesevergnügen mit intelligentem Plot! |
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