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Mr. Summers und das Kaninchen von Walker Hamilton
| Kurzbeschreibung: |
"Ich kann mich an den Klang erinnern, aber nicht an den Namen. Mit Namen bin ich nicht gut..."
Bobby ist 31 Jahre alt, aber auf dem Entwicklungsstand eines kleinen Jungen. Vor seinem Stiefvater, dem Fetten, läuft er von Zuhause weg und lernt auf der Flucht Mr. Summers kennen, der den toten Tieren vom Straßenrand ein Begräbnis zu verschaffen pflegt. Bobby und Mr. Summers werden ein Totengräbergespann, und zum ersten Mal in seinem Leben ist Bobby glücklich. Doch dann kommt ihnen der Fette auf die Spur, und Bobby erfährt Mr. Summers schreckliches Geheimnis. |
| Rezension: |
Der 31-jährige Bobby ist eigentlich ein großer Junge, zumindest hinsichtlich seines geistigen Entwicklungsstandes. Doch er weiß was richtig und was falsch ist, und als er Mr. Summers trifft, der die überfahrenen Tiere von der Straße aufsammelt und sie begräbt, weiß er auch, dass er bei ihm bleiben und ihm bei der Arbeit helfen will.
Ungewöhnlich an dieser kleinen, aber feinen Geschichte ist die Erzählperspektive, denn hier erfährt der Leser alles aus Bobbys Blickwinkel, der nicht nur in seiner ganz eigenen Art die Ereignisse beschreibt, sondern sich auch direkt an den Leser wendet und Anmerkungen und Erklärungen ergänzt, die sich z.B. auf Geschehnisse aus der Vergangenheit beziehen. Walker Hamilton gelingt es auf diese Art und Weise und ohne dem Leser direkte Inneneinsichten in die anderen Figuren zu gewähren, einen runden und komplexen Gesamteindruck der Charaktere zu vermitteln, die ihn zum Mitfiebern, Mitleiden und Mitfühlen bringen und zum Nachdenken darüber anregen, was wirklich zählt und wonach man einen Menschen beurteilen sollte. Mit Bobbys Hilfe wird man an sich selbst nämlich die ein oder andere Überraschung erleben... |
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