|
Happy Hour - Roman in acht Geschichten von Linda Svendsen
| Kurzbeschreibung: |
"Da wäre erst einmal unsere Mutter June. Natürlich kann ich nicht beschwören, dass sich alles genau so abgespielt hat..."
Hauptfigur dieses Episodenromans ist eine Barpianistin, die ihre Familie mit Klavierspielen durchbringt. Sie spielt in minderklassigen Etablissements zur "Happy Hour", bei Jubiläums- und Abschlußfeiern. Sie ermöglicht ihrer Familie gerade so eben ein amerikanisches Mittelklasseleben. Die beherrschende Mutter - mit vier Kindern aus drei Ehen - ist eine an sich patente Person, dem Leben zugewandt, mit Hausverstand. Nur, in ihrer Familie läuft immer alles schief - Scheidungen, Arbeitslosigkeit, Trunksucht, Krankheiten. June ist so etwas wie eine zeitgenössische Mutter Courage von der Westküste, die immer das Einleuchtende anstrebt und damit immer neue Katastrophen heraufbeschwört. |
| Rezension: |
| Auf gerade einmal 175 Seiten lässt Linda Svendsen die gesamte Geschichte einer Familie lebendig werden, die zum Mitfühlen und Mitleiden einlädt. Im Rückblick erinnert sich die inzwischen längst erwachsene Tochter Adele an zahlreiche Episoden aus ihrer Familie und setzt in jedem der acht Kapitel den Schwerpunkt auf ein anderes Familienmitglied. Dabei geht sie nicht strikt chronologisch vor, es werden Ereignisse und Erlebnisse aus ihrer Kindheit, aber auch aus der jüngsten Vergangenheit bunt durcheinander gewürfelt. So entsteht ein buntes Bild einer eigentlich durchaus normalen Familie, die sich den Tücken des Lebens muss und zahlreiche Probleme bewältigen muss. Dieser kleine, aber feine Roman, bei dem es eigentlich keine durchgehende Handlung gibt, sondern die Figuren selbst eindeutig im Vordergrund stehen, ist eine gelungene Mischung aus Tragödie und Komödie, so bunt und abwechslungsreich wie das Leben, dabei jedoch nie kitschig oder übertrieben rührend - mir hat's gefallen! :-) |
| Weitere Bücher von Linda Svendsen: |
|
Keine weiteren Bücher gefunden
|
|
|